Die Bieler Volleyboys sind in der 1.-Liga-Meisterschaft überhaupt noch nicht auf Touren gekommen. Mit der Hilfe von Rolf Kipfer als neuem Trainer will der Aufsteiger den Abstieg verhindern.
BEAT FREIHOFER
Zehn Spiele, neun Niederlagen: Mit dieser Zwischenbilanz konnten die Bieler Volleyboys in der Weihnachtspause überhaupt nicht zufrieden sein. Einzig das Heimspiel gegen Köniz vermochte der Aufsteiger in der Hinrunde zu gewinnen. Daneben gab es mehrere knappe Niederlagen – so zum Beispiel das erste Saisonspiel gegen Plateau, das auf ärgerliche Weise mit 2:3 verloren ging. Kein Wunder, dass die Moral und die Freude der Spieler immer mehr verloren gingen.
Aussprache im Team
Vor Weihnachten setzte sich die Mannschaft mit Spielertrainer David Brebta und Vereinspräsident Rolf Kipfer zusammen und suchte nach einer Lösung für die entstandenen Probleme. Es zeigte sich, dass die Spieler zwar mit Brebtas Trainings zufrieden waren, sie die zahlreichen taktischen Umstellungen auf dem Feld jedoch verunsicherten. Wenige Tage nach diesem Treffen sagte Kipfer zu, die Mannschaft fortan zu coachen. Und siehe da: Das erste Spiel im neuen Jahr gewannen die Boys auswärts gegen Aeschi 3:1. Dank dieses Erfolgs schoben sie sich vom zehnten auf den neunten Platz nach vorne und liegen nur noch zwei Punkte hinter dem rettenden siebten Rang. Der Modus sieht vor, dass die beiden Gruppenletzten direkt in die 2. Liga absteigen, der Achte kann sich in einer Barrage noch retten.
Zwei wegweisende Spiele
In den nächsten acht Tagen bestreiten die Seeländer zwei wegweisende Partien. Übermorgen
Sonntag treten sie in Köniz (7.) an und am darauf folgenden Freitag empfangen sie Olten (8.). Schlagen sie diese beiden Gegner, stehen die Chancen gut, dass der Bieler Männer-Volleyball auch nächste Saison auf Stufe 1. Liga vertreten ist. «Die Hauptsache ist, dass die Spieler wieder an sich glauben», sagt Kipfer. «Am Anfang der Saison gaben sie das Maximum. Danach, je mehr die Moral gesunken ist, war dies nicht mehr der Fall.»
Spass ist wieder da
In Aeschi sah Interimstrainer Kipfer, dass im Team wieder gelacht wurde und alle mit Spass bei der Sache waren. Schon vor Saisonbeginn war er überzeugt, dass die Mannschaft das Potenzial
hat, um in der 1. Liga zu bleiben. Eine Meinung, die er bis heute nicht geändert hat. Nun gehe es darum, das Optimum aus den Spielern herauszuholen. Mangelnde Routine war ohnehin nie
das Problem der Volleyboys, spielen doch die meisten Akteure schon seit Jahren zusammen. Wenn sich der NLA-erfahrene David Brebta nun vermehrt auf seine Rolle als Passeur konzentrieren kann, müsste er der Mannschaft die nötige Stabilität verleihen können. Im Idealfall bereits gegen Köniz (mit dem Ex-Nidauer Patrick Herren als Trainer) und Olten. Gegen die Spitzenteams der Gruppe B dürfte jedoch auch an einem Bieler Glanztag nichts zu holen sein. «Ein Aufsteiger, der sich nicht verstärkt, hat es schwer», betont Rolf Kipfer. Doch er weiss: Das Ziel, nicht abzusteigen, ist nach wie vor aus eigener Kraft zu erreichen. Wenn die Spielfreude jetzt wieder voll da ist, erst recht.1. Liga. Männer.